Buchimport und -export
Buchimport und -export, Lizenzen und Übersetzungen
Ganz klar aufwärts ging es beim Import. 2005 war dieser Wert unter die Milliardenmarke gerutscht (969 Millionen Euro), 2006 lag die Einfuhrquote wieder darüber – mit einem Wert von 1,014 Milliarden Euro wurde das Vorjahresminus von 4,6 % durch ein Plus von 4,7% 2006 mehr als ausgeglichen.
Wirkt sich die weltweite Wirtschaftskrise auch auf den Außenhandel mit Büchern und Zeitschriften aus? Um diese Frage zu beantworten, ist es noch zu früh – denn bislang liegt die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes nur bis zum Jahr 2007 vor. Allerdings macht sich, nach dem wachstumsstarken Jahr 2006, schon hier eine leichte Abschwächung bei der Ausfuhr bemerkbar: 2007 wurden Waren im Wert von 2,359 Milliarden Euro ins Ausland exportiert – 2006 waren es 2,3375 Milliarden gewesen.
Zwar sind die Rekorde der Vergangenheit erst einmal passé, die Gegenstände des Buchhandels haben aber beim Export seit 2003 dennoch ein stattliches Wachstum von immerhin 300 Millionen Euro vorzuweisen.
Mehr als 90% der Printprodukte finden ihre Abnehmer in Europa (2,22 Milliarden Euro). Auf Platz zwei folgt Amerika, danach reihen sich Asien und Afrika ein. Abgesehen vom europäischen Markt konnte 2007 nur der Export nach Amerika ein minimales Plus von einer Million Euro verbuchen.
Ganz klar aufwärts ging es bei der Einfuhr. Die Importquote ist 2007 auf 1,101 Milliarden gewachsen, ein Plus von 8,5%. Zum Vergleich: Die Importquote beim gesamten deutschen Außenhandelsumsatz kletterte um fünf Prozent.
Neben dem Ex- und Import der Bücher spielt der Lizenzein- und -verkauf eine wichtige Rolle. Das Geschäft mit Lizenzen ist international – wohl ein Grund dafür, warum die deutschen Verlage 2008 deutlich weniger Rechte ins Ausland verkauft haben. Denn in Großbritannien und den USA, in einigen Märkten Asiens und Osteuropas schlug die weltweite Finanzkrise sehr viel schneller und stärker durch als in Deutschland.
Zehn Jahre lang florierte das Lizenzgeschäft, die Zahl der Abschlüsse ging kontinuierlich nach oben. Im vergangenen Jahr kam die Talfahrt, mit Einbußen von 17,5%. 2008 konnten die deutschen Verlage nur 7.605 Lizenzen verkaufen, 2007 waren es noch 9.225 Lizenzen gewesen, 2006 rund 8.830.
8,8% der Neuerscheinungen in Deutschland, also 7.340 Titel sind Übersetzungen (2003: 12,3%) – über die Hälfte (66,9%) davon aus dem Englischen. Zweitwichtigste Sprache ist mit einem Anteil von 11,5 % Französisch. Übersetzt werden im wesentlichen Romane. 24,5% der 2008 erschienenen Titel im Bereich Belletristik wurden aus anderen Sprachen übersetzt. Bei Kinder- und Jugendbüchern liegt der Anteil bei 14,4%.
Spitzenreiter sind weiterhin die Kinder- und Jugendbücher, die 25% der Lizenzen ausmachen, gefolgt von Ratgebern und Sachbüchern zum Thema "Lebenshilfe" mit 14,5% (2006: 13,9%). An den internationalen Hauptakteuren im Lizenzgeschäft hat sich 2008 nichts geändert. Nur die Reihenfolge ist im Finanzkrisenjahr kräftig durcheinandergeschüttelt worden. Die meisten Rechte verkaufen deutsche Verlage immer noch nach Polen (10,3%). Die Tschechische Republik folgt nicht mehr ganz so dicht auf wie in den Jahren davor, als sich die beiden Länder oft ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Der Überraschungsgast auf Platz 2 ist China (7,9%), was gerade vor dem Gastlandauftritt Chinas bei der Frankfurter Buchmesse 2009 ein erfreuliches Signal ist. Mit 7,3 und 6,4% Exporten stehen die Tschechische Republik und Südkorea an dritter bzw. vierter Stelle in der Tabelle. Schlüsselt man die Lizenzverkäufe nicht nach Ländern, sondern nach Sprachen auf, ergibt sich folgendes Bild: Polnisch und Russisch stehen mit 10,1 und 7,5% an der Spitze der Liste – vor Tschechisch (7,3%) und Chinesisch (6,8%).
Ganz klar aufwärts ging es beim Import. 2005 war dieser Wert unter die Milliardenmarke gerutscht (969 Millionen Euro), 2006 lag die Einfuhrquote wieder darüber – mit einem Wert von 1,014 Milliarden Euro wurde das Vorjahresminus von 4,6 % durch ein Plus von 4,7% 2006 mehr als ausgeglichen.
Wirkt sich die weltweite Wirtschaftskrise auch auf den Außenhandel mit Büchern und Zeitschriften aus? Um diese Frage zu beantworten, ist es noch zu früh – denn bislang liegt die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes nur bis zum Jahr 2007 vor. Allerdings macht sich, nach dem wachstumsstarken Jahr 2006, schon hier eine leichte Abschwächung bei der Ausfuhr bemerkbar: 2007 wurden Waren im Wert von 2,359 Milliarden Euro ins Ausland exportiert – 2006 waren es 2,3375 Milliarden gewesen.
Zwar sind die Rekorde der Vergangenheit erst einmal passé, die Gegenstände des Buchhandels haben aber beim Export seit 2003 dennoch ein stattliches Wachstum von immerhin 300 Millionen Euro vorzuweisen.
Mehr als 90% der Printprodukte finden ihre Abnehmer in Europa (2,22 Milliarden Euro). Auf Platz zwei folgt Amerika, danach reihen sich Asien und Afrika ein. Abgesehen vom europäischen Markt konnte 2007 nur der Export nach Amerika ein minimales Plus von einer Million Euro verbuchen.
Ganz klar aufwärts ging es bei der Einfuhr. Die Importquote ist 2007 auf 1,101 Milliarden gewachsen, ein Plus von 8,5%. Zum Vergleich: Die Importquote beim gesamten deutschen Außenhandelsumsatz kletterte um fünf Prozent.
Neben dem Ex- und Import der Bücher spielt der Lizenzein- und -verkauf eine wichtige Rolle. Das Geschäft mit Lizenzen ist international – wohl ein Grund dafür, warum die deutschen Verlage 2008 deutlich weniger Rechte ins Ausland verkauft haben. Denn in Großbritannien und den USA, in einigen Märkten Asiens und Osteuropas schlug die weltweite Finanzkrise sehr viel schneller und stärker durch als in Deutschland.
Zehn Jahre lang florierte das Lizenzgeschäft, die Zahl der Abschlüsse ging kontinuierlich nach oben. Im vergangenen Jahr kam die Talfahrt, mit Einbußen von 17,5%. 2008 konnten die deutschen Verlage nur 7.605 Lizenzen verkaufen, 2007 waren es noch 9.225 Lizenzen gewesen, 2006 rund 8.830.
8,8% der Neuerscheinungen in Deutschland, also 7.340 Titel sind Übersetzungen (2003: 12,3%) – über die Hälfte (66,9%) davon aus dem Englischen. Zweitwichtigste Sprache ist mit einem Anteil von 11,5 % Französisch. Übersetzt werden im wesentlichen Romane. 24,5% der 2008 erschienenen Titel im Bereich Belletristik wurden aus anderen Sprachen übersetzt. Bei Kinder- und Jugendbüchern liegt der Anteil bei 14,4%.
Spitzenreiter sind weiterhin die Kinder- und Jugendbücher, die 25% der Lizenzen ausmachen, gefolgt von Ratgebern und Sachbüchern zum Thema "Lebenshilfe" mit 14,5% (2006: 13,9%). An den internationalen Hauptakteuren im Lizenzgeschäft hat sich 2008 nichts geändert. Nur die Reihenfolge ist im Finanzkrisenjahr kräftig durcheinandergeschüttelt worden. Die meisten Rechte verkaufen deutsche Verlage immer noch nach Polen (10,3%). Die Tschechische Republik folgt nicht mehr ganz so dicht auf wie in den Jahren davor, als sich die beiden Länder oft ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Der Überraschungsgast auf Platz 2 ist China (7,9%), was gerade vor dem Gastlandauftritt Chinas bei der Frankfurter Buchmesse 2009 ein erfreuliches Signal ist. Mit 7,3 und 6,4% Exporten stehen die Tschechische Republik und Südkorea an dritter bzw. vierter Stelle in der Tabelle. Schlüsselt man die Lizenzverkäufe nicht nach Ländern, sondern nach Sprachen auf, ergibt sich folgendes Bild: Polnisch und Russisch stehen mit 10,1 und 7,5% an der Spitze der Liste – vor Tschechisch (7,3%) und Chinesisch (6,8%).


