Zahl der Unternehmen und deren Umsätze

Im vergangenen Jahr 2014 haben die buchhändlerischen Betriebe Einnahmen von rund 9,3 Milliarden Euro erwirtschaftet – 2,2% weniger als im Vorjahr. Der Umsatz mit E-Books am Publikumsmarkt ist zwar weiter gewachsen (um 7,6%), allerdings nicht mehr so stark wie im Vorjahr (2013: 60,5%). Er stellt 2014 einen Anteil von 4,3% der Branchenumsätze. Der stationäre Buchhandel in Deutschland hat 2014 einen Umsatz von 4,58 Millarden Euro erwirtschaftet. Die Einnahmen des Sortiments sind nach einer kleinen Aufwärtsbewegung 2013 im vergangenen Jahr wieder leicht zurückgegangen - und zwar um 1,2%. Mit 49,2% stellt er trotz der Umsatzschmälerung aber weiterhin den wichtigsten Absatzkanal für Bücher dar. Damit arbeitet es sich wieder an die 50-Prozent-Marke heran, die es 2011 zum ersten Mal unterschritten hatte. Auch die Verlage konnten im zurückliegenden Jahr mit ihrem Direktgeschäft ein Plus verbuchen: Hier stieg der Umsatz um 1,5% und knüpft damit nahtlos an das Umsatzwachstum des Vorjahres an.

Beim Blick auf die Absatzkanäle wird deutlich, dass sich der stationäre Buchhandel derzeit Marktanteile zurückerobert. Der Umsatz beim Internetgeschäft mit Büchern ist 2014 um 3,1% leicht gesunken und hat somit einen Anteil am Gesamtumsatz von 16,2%. Der Versandbuchhandel hat auch dieses Jahr ein deutliches Minus zu verbuchen: Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz um 26,0% auf 161 Millionen Euro. Während der Anteil am Gesamtumsatz im Jahr 2010 noch 3,3% ausmachte, kommt der Versandbuchhandel 2014 nur noch auf 1,7%. Auch Warenhäuser und Buchclubs haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich Anteile am Buchmarkt eingebüßt. Die Buchgemeinschaften stellen mittlerweile nur noch 1,3% aller Umsätze – 2007 waren es noch 3,7 %. Auch die Krise der großen Warenhäuser schlägt auf den Buchmarkt durch. Die Warenhäuser haben in einer ähnlichen Größenordnung verloren und liegen jetzt bei einem anteiligen Umsatz von 1,3%. 2007 steuerten die Warenhäuser noch 3,7% zum gesamten Branchenumsatz bei.

 

Geschätzte Umsätze zu Endverbraucher-Preisen 2014*
Vertriebsweg Mio. € Umsatz-
Anteil in %
Veränderung
gegenüber 2013 in %
Sortimentsbuchhandel (ohne E-Commerce) 4.583 49,2 -1,2
Sonstige Verkaufsstellen   922   9,9 -2,6
Warenhäuser   117   1,3 -17,3
Versandbuchhandel (mit Internet) 1.672 17,9 -5,9
Verlage direkt 1.904 20,4 +1,5
Buchgemeinschaften   122   1,3 -21,0
Insgesamt 9.322 100  -2,2

* Quelle: Börsenverein des deutschen Buchhandels e.V.
 

Editionsformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Löwenanteil wird im Buchhandel mit gebundenen Ausgaben (Hardcovern) erwirtschaftet: 2014 entfielen 72,9% aller Umsätze auf diese Editionsform, die damit im Vergleich zum Vorjahr (71,9%) einen Zuwachs verbuchte. Das Taschenbuch musste hingegen Prozentpunkte abgeben und kommt 2014 auf 23,3% (2013: 24,3%). Die Umsätze beim Hörbuch 2014 liegen mit 3,9% auf Vorjahresniveau. Während das Taschenbuch bei der Belletristik mit 50,1% die Führung übernimmt, spielt es bei Sachbüchern und Ratgebern mit einem Umsatzanteil von 17,4% beziehungsweise 9,8% eine deutlich kleinere Rolle.

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