Standortanalyse

Standortentscheidungen gehören mit zu den wichtigsten Unternehmensentscheidungen. Ein guter Standort ist bereits die halbe Miete, wenn keine großen Fehler in der Kundenbetreuung und Sortimentszusammensetzung gemacht werden. Dies gilt für Existenzgründer genauso wie für bestehende Unternehmen.

Standortanalysen sind zeit- und arbeitsaufwändig und nicht ganz billig, besonders, wenn sie von Beratern/Beratungsfirmen durchgeführt werden.

Da es sich zuerst einmal um eine reine Informations- und Datensammlung handelt, kann sie natürlich vom Gründer selbst durchgeführt werden. Fraglich ist nur, ob die Auswertung dann auch richtig erfolgen wird, weil mangelnde Fachkenntnisse die Interpretation der vielen Daten erschwert. Hier ist langjährige Berufserfahrung von Vorteil und -
ein Externer ist vorurteilsfrei!

Welche Daten sind wichtig?

Örtliche Gegebenheiten

  • Räumliche Größe

  • Stellung im Land/Gemeindehierarchie

  • Ortstyp

  • Einzugsgebiet

  • Bevölkerung

  • Stadtplanung

  • Verkehrsverhältnisse


Wirtschaftliche Struktur

  • Kaufkraft und Umsatzbindung

  • Konkurrenzsituation

  • Entwicklung der Branche


Objektbewertung

  • Lage

  • Außenfront/Schaufenster

  • Art und Situation der umliegenden Geschäfte

  • Mietspiegel

  • Mietvertrag


Woher bekomme ich die Daten?

  • Bundesamt/Landesamt für Statistik

  • Gemeindeverwaltung

  • Einzelhandelsverband

  • Wirtschaftsförderung

  • Gesellschaft für Konsumforschung

  • Industrie- und Handelskammern

  • Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Abteilung Statistik

  • Internet


Auswertung der Daten:
Die Analyse des Datenmaterials sollten Sie nicht alleine vornehmen, sondern sich hierbei von einem fachkundigen Betriebsberater, einem langjährigen Branchenkenner oder anderen Fachleuten mit dem nüchternen Blick eines Außenstehenden begleiten lassen! Erst dann können Sie eine Entscheidung für oder gegen den Standort herbeiführen. Stimmen die Daten mit den Wünschen überein?

Manchmal wird es notwendig, die eigenen Vorstellungen zu überdenken und die Idee neu zu formulieren. Je offener ein Gründer an eine Standortanalyse geht und je flexibler er auf die Ergebnisse reagiert, desto leichter lässt sich ein Projekt realisieren. Hängt man zu sehr den eigenen Wünschen nach und ignoriert die Realität, könnte das Scheitern vorprogrammiert sein.