Landesverband Bayern

Bayerns beste Vorleserin kommt aus Memmingen

Ada Grossmann gewinnt den Bayerischen Landesentscheid des Vorlesewettbewerbs
Erstellt am 24.05.2022


In einem spannenden Finale wurde heute Bayerns beste Vorleserin gekürt. Im bayerischen Landesentscheid des 63. Vorlesewettbewerbs setzte sich Ada Grossmann aus Memmingen gegen 15 andere Sechstklässler*innen aus ganz Bayern durch. Veranstaltet wurde der Landesentscheid vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e.V. mit Unterstützung des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München e.V. (GSV) und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Medienpartner war Bayern 2 mit seiner Kindersendung RadioMikro. Moderiert wurde die Veranstaltung von der radioMikro-Reporterin Katrin Waldenburg.

Die beste Vorleserin Bayerns wurde im Landesentscheid in zwei Runden ermittelt. Nach einer dreiminütigen Lesung aus einem selbst gewählten Buch musste in der zweiten Runde ein unbekannter Text gelesen werden. Diesen brachte dieses Jahr als Überraschungsgast der Autor Martin Dolejš mit. Die 16 Teilnehmer*innen lasen aus seinem Buch „Im Land der weißen Schokolade“ (Magellan Verlag), eine vielfach ausgezeichnete Geschichte über die Flucht eines 11-jährigen Jungens und seiner Familie aus der Tschechoslowakei im Jahr 1980, über sein dortiges Leben, das er zurücklässt, und die vagen Vorstellungen, die er vom Leben im damaligen Westdeutschland hat.

Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Max Kolmeder (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus), Ines Neuland (Schulklassenprogramm Münchner Bücherschau), Inga Nobel (Bayern 2), Dr. Klaus Beckschulte (Börsenverein Bayern) sowie der Siegerin des Landesentscheids 2021 Sol Chung hatte keine leichte Entscheidung zu treffen, denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis.

„Mit der Stimme Geschichten zum Leben zu erwecken, ist eine große Kunst. Den Vorleserinnen und Vorlesern hier ist das super gelungen. Und der ganze Saal hat gebannt gelauscht. Vielleicht wird ja der Eine oder die Andere mal ein professioneller Radiosprecher oder Sprecherin“, merkte die Jury-Vorsitzende Inga Nobel von radioMikro dazu an.

„Mit Lesen und Vorlesen werden wichtige Grundkompetenzen wie Zuhören und Verstehen vermittelt. Zudem ist das Buch ein wichtiger Gegenpol zur digitalen Welt, in der die Kinder heute aufwachsen. Hier setzt der Vorlesewettbewerb die richtigen Signale“, betonte Christine Miedl als Vertreterin der Sparda-Bank München eG, die den Vorlesewettbewerb seit vielen Jahren unterstützt.

Als Anerkennung für ihre Leistungen und als Erinnerung an den Landesentscheid bekamen alle Kinder eine Urkunde sowie Büchergeschenke überreicht. Für Ada Grossmann geht es nun am 21. Juni 2022 in Berlin beim Bundesentscheid weiter.

 

Über den Vorlesewettbewerb

1959 von Erich Kästner mitbegründet, ist der jährlich stattfindende Vorlesewettbewerb die bundesweit größte Leseförderungsaktion und einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Seit Beginn zielt der Wettbewerb darauf ab, Freude und Leidenschaft am Lesen zu vermitteln und die Begeisterung für Bücher auch in die Öffentlichkeit zu tragen. Daneben steht heute mehr denn je die Idee der Leseförderung – auf spielerische Weise – im Vordergrund. Der Vorlesewettbewerb macht aktuelle Jugendliteratur sichtbar und erreicht die jugendlichen Leser*innen unmittelbar: unter anderem über Buchempfehlungslisten auf der Website, durch das Verschenken von insgesamt knapp 8.000 Siegerbüchern an die Teilnehmer*innen und nicht zuletzt durch die Übertragung des großen Finales im KiKA.

Nachdem in diesem Schuljahr ca. 480.000 Kinder an knapp 6.000 Schulen teilnahmen, wurden bis Januar 6.000 Schulsieger*innen gekürt. Nach den weiteren Entscheiden auf Stadt-/Kreisebene und anschließend in den Bezirken ziehen im Mai über 160 Teilnehmer*innen in die Entscheidungsrunden auf Landesebene ein.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die jährlich rund 600 regionalen Wettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert und ehrenamtlich durchgeführt.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am bayerischen Landesentscheid 2022

Mittelfranken:       
Annika, Helene-Lange-Gymnasium Fürth
Liliana, Jenaplan-Gymnasium Nürnberg

Niederbayern:       
Magdalena, Maristen-Gymnasium Furth
Marie, Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing

Oberbayern Nord:
Leandro, König-Karlmann-Gymnasium Altötting
Marlene, Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen a.d.Ilm

Oberbayern Süd:  
Emilia, Maria-Theresia-Gymnasium München
Raffael, Anton-Heilingbrunner-Schule Staatliche Realschule Wasserburg

Oberfranken:         
Nico, Hochfranken-Gymnasium Naila
Lilly, Schiller-Gymnasium Hof

Oberpfalz:
Katharina, Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium Amberg
Miriam, Edith-Stein-Realschule Staatliche Realschule Parsberg

Schwaben:              
Ada, Bernhard-Strigel-Gymnasium Memmingen
Hannah, Maristenkolleg Mindelheim

Unterfranken:
Amelie, Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt
Sophie, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt

 

Der aktuelle Stand des 63. Vorlesewettbewerbs ist auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.


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