Ausbildungsplatzprogramm der LfA

Auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung startete die LfA (Landesanstalt für Aufbaufinanzierung) im Ausbildungsjahr 2000/2001 ein Darlehensprogramm, in dessen Rahmen die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen in anerkannten Ausbildungsberufen durch einen zinsgünstigen Betriebsmittelkredit gefördert werden kann.




  • Voraussetzungen

  • Verwendungszweck

  • Förderkriterium "benachteiligte Jugendliche"

  • Darlehensbedingungen

  • Mehrfachförderung

  • Antragsstellung

  • Kontakt


Voraussetzungen

  • Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) sowie Angehörige der freien Berufe mit Sitz oder Niederlassung in Bayern

  • Ausbildung lernbeeinträchtigter oder sozial benachteiligter Jugendlicher in anerkannten Ausbildungsberufen


Verwendungszweck der Darlehen
Die Darlehen sind zur Deckung des allgemeinen Betriebsmittelbedarfs der geförderten Unternehmen bzw. freiberuflich Tätigen einzusetzen. Sie können beispielsweise zur Aufstockung, aber auch zur Ablösung bestehender Betriebsmittelkredite bei der Hausbank verwendet werden. Ebenfalls möglich ist die Finanzierung von Investitionen, insbesondere soweit sie im Zusammenhang mit der Einrichtung von Ausbildungsplätzen stehen; es wird jedoch ausdrücklich auf die kurze Laufzeit der LfA-Kredite hingewiesen.

Förderkriterium "benachteiligte Jugendliche"
Gefördert wird die Übernahme eines lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten Jugendlichen in die betriebliche Ausbildung, sofern

  • der Jugendliche ab dem 1. Ausbildungsjahr mit ausbildungsbegleitenden Hilfen - abH - (Stützunterricht und sozialpädagogische Begleitungsmaßnahmen zugunsten lernbeeinträchtigter bzw. sozial benachteiligter Jugendlicher) unterstützt wird oder

  • der Jugendliche bis spätestens 1 Jahr vor dem planmäßigen Abschluss aus
    einer außerbetrieblichen Ausbildung in die betriebliche Ausbildung wechselt
    und dort mit ausbildungsbegleitenden Hilfen unterstützt wird.


Die Frage der Förderbedürftigkeit klären die Arbeitsämter gemäß den Kriterien
des § 242 SGB III. Das zuständige Arbeitsamt stellt dem antragstellenden
Unternehmen/Freiberufler eine "Bescheinigung des Arbeitsamtes für die LfA"
aus, wenn die Förderbedingungen erfüllt sind und der Arbeitgeber für die
betriebliche Ausbildung des benachteiligten Jugendlichen nicht durch eine
vergleichbare Maßnahme im Rahmen der freien Förderung (§10 SGB III)
gefördert wird oder wurde.

Darlehensbedingungen
Zinssatz:
3,0 % p.a. (Stand: 21. Juli 2003; im angegebenen Effektivzinssatz ist die einmalige Bearbeitungsgebühr von 0,1 % für die Hausbank enthalten.) Laufzeit:
3,5 Jahre endfällig ab Bewilligung;
Kredithöhe:
bis zu 50.000 € für die Besetzung eines betrieblichen Ausbildungsplatzes mit einem benachteiligten Jugendlichen; bei der Besetzung mehrerer betrieblicher Ausbildungsplätze mit benachteiligten Jugendlichen erhöht sich die mögliche Darlehenssumme entsprechend;
Auszahlung:
100%. Für nicht abgerufene Darlehensbeträge wird nach Ablauf von 6 Monaten, gerechnet vom Tag der Darlehenszusage an, eine Bereitstellungsprovision von 2 % p. a. berechnet. Zinstermine sind der 31.03. und 30.09. Der Kredit ist am Ende der Laufzeit in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Der Beihilfebetrag der Darlehen im Ausbildungsplatzprogramm der LfA beträgt derzeit 7.635 € je 100.000 € Darlehenssumme.

Mehrfachförderung
Das Programm kann mit allen zinsverbilligten Darlehensprogrammen, soweit sie von der EU-Kommission genehmigt sind, sowie mit den Eigenmittelprogrammen der Deutschen Ausgleichsbank (DtA), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der LfA kumuliert werden.

Antragsstellung
Anträge sind bei der Hausbank einzureichen. Die Darlehen werden über die Hausbanken unter deren Eigenhaftung ausgereicht. Die Beantragung von Bürgschaften oder Haftungsfreistellungen ist nicht möglich. Die Darlehen sind vor Ablauf des 3. Monats des Ausbildungsverhältnisses bzw. vor Ablauf des 3. Monats nach Übernahme aus einer überbetrieblichen in eine betriebliche Ausbildung bei der Hausbank zu beantragen. Die Auszahlung der Darlehen kann frühestens nach Ablauf des 3. Monats des Ausbildungsverhältnisses erfolgen. Voraussetzung ist, dass das Ausbildungsverhältnis zu diesem Zeitpunkt noch besteht. Spätestens mit dem Verwendungsnachweis hat der Kreditnehmer der Hausbank Kopien der Ausbildungsverträge oder der Eintragungsbestätigungen der zuständigen Kammern einzureichen. Binnen 6 Wochen nach Ablauf der Probezeit hat der Kreditnehmer der Hausbank im Rahmen der Verwendungsnachweisführung zu bestätigen, dass der Auszubildende die Probezeit erfolgreich absolviert hat.

Weitere Informationen und Kontakt
Internet: www.lfa.de
Kontakt:
LfA Förderbank Bayern
Königinstraße 17, 80539 München
Tel. 01801/21 24 24 (Ortstarif), Fax 089/21 24 - 22 16
E-Mail info@lfa.de