Programm "Kapital für Arbeit" der KfW

Am 1. November 2002 startete die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das Programm "Kapital für Arbeit", das die Initiative der Bundesregierung zur Verringerung der Arbeitslosigkeit unterstützt. "Kapital für Arbeit" soll helfen, dass die Einstellung von Arbeitslosen oder die Schaffung von Ausbildungsplätzen nicht an Kapitalmangel scheitern. Pro Einstellung kann ein Unternehmen ein Darlehen von bis zu 100.000 EUR erhalten.




  • Gefördert werden...

  • Antragsweg

  • Verwendungszweck

  • Darlehensbedingungen

  • Kontakt


Gefördert werden …

  • Freiberufler und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von
    höchstens 500 Mio EUR,

  • die kreditwürdig sind und positive Zukunftsaussichten haben und

  • Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit Bedrohte oder geringfügig Beschäftigte dauerhaft in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis einstellen (Vertragslaufzeit mindestens zwölf Monate). Dies gilt auch für die Einstellung von Auszubildenden.


Wie verläuft der Antragsweg?
Der Unternehmer wendet sich mit seinem Vorhaben an die Hausbank. Die Banken leiten die Anträge an die KfW weiter. Die KfW prüft den Kreditantrag und sagt zügig zu. Für den Abruf gibt es einfache Voraussetzungen. Der Unternehmer kann sich zuvor auch bei der KfW informieren und beraten lassen. Innerhalb von drei Monaten nach Zusage der KfW muss das Unternehmen die Einstellung eines neuen Arbeitnehmers bzw. eines Auszubildenden nachweisen. Dazu muss es das Formular "Selbstauskunft zur Arbeitsplatzsituation" der Hausbank vorlegen.

Verwendungszweck

  • Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen

  • Innovationen

  • Erschließung neuer Märkte

  • Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Qualifizierung der eingestellten Personen stehen (z.B. Ausstattung neuer Arbeitsplätze, Schulungskosten)

  • Ausgeschlossen sind Umschuldungen und Nachfinanzierungen


Darlehensbedingungen

  • Kreditart:
    Es handelt sich um ein integriertes Finanzierungspaket, das je zur Hälfte aus einem klassischen Kredit (Fremdkapitaltranche) und einem Nachrangdarlehen (Nachrangtranche) besteht.

  • Kredithöhe:
    Pro Einstellung kann ein Unternehmen insgesamt bis zu 100.000 EUR erhalten. Ein Kredithöchstbetrag für das Unternehmen ist nicht vorgesehen. Wenn ein Unternehmen 20 (50, 100) Arbeitslose oder Auszubildende einstellt, kann es bis zu 2 (5, 10) Mio EUR erhalten. Die Förderung kann der Unternehmer auch erneut beantragen, wenn er ein weiteres Vorhaben durchführt und hierfür wieder Arbeitslose einstellt oder einen neuen Ausbildungsplatz schafft.

  • Zinssatz:
    Je besser die Bonität des Unternehmens, desto günstiger der Zinssatz. Der Zinssatz der Fremdkapitaltranche wird von der KfW bei Kreditzusage festgelegt und gilt für die gesamte Kreditlaufzeit. Er orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes. Der nominale Zinssatz beträgt momentan (Stand: Juli 2003) 4,71% p.a. In Abhängigkeit von der Bonitätseinschätzung für das Unternehmen kann die durchleitende Bank den Nominalzinssatz um bis zu 0,50 %-Punkte p.a. erhöhen. Der Zinssatz der Nachrangtranche wird von der KfW bei Zusage festgelegt und gilt für die gesamte Laufzeit. Er orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und an der Bonität des Unternehmens. Die Hausbank ordnet das Unternehmen nach seinen aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen und Zukunftsaussichten in eine von vier Bonitätskategorien (sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend) ein. Die nominalen Zinssätze p.a. betragen momentan (Stand: Juli 2003): 5,22% (Bonitätskategorie "sehr gut"), 6,02% (Bonitätskategorie "gut"), 6,82% (Bonitätskategorie "befriedigend") und 8,22% (Bonitätskategorie "ausreichend")

  • Laufzeit:
    10 Jahre bei beiden Tranchen

  • Auzzahlung:
    Beide Tranchen werden jeweils zu 100 % ausgezahlt. Tilgung:
    Bei der Fremdkapitaltranche sind zwei tilgungsfreie Anlaufjahre möglich. Die Tilgung erfolgt danach in gleich hohen, halbjährlichen Raten. Die Tilgung der Nachrangtranche erfolgt in vier gleich hohen, halbjährlichen Raten zum Ende der Laufzeit. Eine vorzeitige, außerplanmäßige Tilgung ist für beide Tranchen nicht möglich.


Weitere Informationen und Kontakt
Internet: www.kfw.de
Kontakt:
KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau Informationszentrum
Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt am Main
Tel. 01801/33 55 77 (Ortstarif), Fax 069/743 16 43 55
iz@kfw.de